Neuseeland

Ein Land so weit weg, dass es keinen entfernteren Punkt von Deutschland gibt. Ein Land dessen Bevölkerung noch so jung und dennoch reich an Mythen und Sagen ist und dessen Flora und Fauna, schon existierten, als die Kontinente noch eins waren.
Neuseeland klingt verheißungsvoll. Aotearoa „Land der langen weißen Wolke“, so sein māorischer Name, klingt geradezu mystisch zauberhaft.
Und das ist es auch. Das Land, von dem man sagt, dass Gott alles hier noch einmal auf kleinstem Raum erschaffen hat, was es an Staunenswertem und Schönem auf der Welt gibt, bezauberte uns von Anfang an.
Neuseeland - Abel Tasman
Neuseeland – Abel Tasman
Wir fühlten uns sofort sicher vom ersten Augenblick an, als wir die Insel betraten und hatten ein fast schon heimisches Gefühlt. Das Land und seine Menschen gaben uns nie das Gefühl, hier fremd zu sein. Es war ein merkwürdiges Gefühl der Vertrautheit, das ich spürte. Das lag nicht nur daran, dass ich bereits seit 20 Jahren alles konsumierte, was mit Neuseeland zu tun hatte. Ob Bücher, Filme oder Bilder, alles wollte ich kennen lernen. Das Vertrauen hatte auch mit der Art zu tun, mit der uns die Menschen begegneten. Immer waren sie entspannt, alles passierte ohne Probleme. Man nahm sich immer Zeit für einen Plausch, mit manchen schlossen wir Freundschaft, andere hießen uns bei sich zu Hause und in der Familie willkommen.
Neuseeland - Cape Reinga
Neuseeland – Cape Reinga
Wir tauschten unseren Lebensatem mit Fremden, die zu unserer Familie wurden, lernten viel über Licht und Farben, bekamen Respekt vor den Naturgewalten und machten Bekanntschaften, die unser Herz öffneten. Unsere Reise führte uns zum Ursprung allen Lebens, wir lernten wieder wie kleine Kinder zu staunen und erforschten neugierig eine fremde Kultur. Dabei fuhren wir nicht nur vom Anfang des Landes bis zu seinem rauen Ende, sondern schlossen auch spirituell einen Schulterschluss mit dem Ende allen Lebens, am Ort, wo die Seelen der Verstorbenen auf ihre letzte Reise gehen.
Neuseeland - Mount Ruapehu
Neuseeland – Mount Ruapehu
Wir spazierten an tropischen Stränden, wanderten durch dichten Regenwald, klapperten mit unserem Camper durch trockene Wüstenlandschaften, badeten mit unseren Füßen in zwei Ozeanen und bewunderten majestätische Gletscher. Wir begegneten wilden Māori und wurden zu Freunden. Pinguine und Delfine machten uns glückselig und der heftige Wind manchmal schlaflos.
Wir staunten über Seen und Flüsse in allen Farben, nahmen die nicht immer wohlduftenden Gerüche auf, die oft zischend, blubbernd oder schwelend aus der Erde stiegen und schmeckten das Land mit seinen Millionen Schafen, fremdartigen Meeresbewohnern und eigenartigen Früchten und Kräutern.
Wir verließen das Land voller Wehmut und hatten bereits Heimweh, noch bevor wir das Flugzeug bestiegen. Eines Tages werden wir wiederkehren nach Neuseeland und wem das hier zu pathetisch klingt, der fährt am besten selbst dorthin oder liest von unseren Reiseerlebnissen.
Neuseeland - Farn
Neuseeland – Farn

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