Deutschland, Literatur, Thüringen

Rezension „An der Biegung des Flusses – Ein Buch über die Werra“

Unser Blog steht für Reisen, Literatur und Kunst. Wenn wir unterwegs sind, nehmen wir verschiedene Eindrücke mit nach Hause. Dabei empfinden wir diese Reiseart entschleunigend. Inspiration für unsere Reisen finden wir durch Empfehlungen, Reiseblogs oder Berichte. Viele Reiseführer enthalten gute Empfehlungen zu Wanderrouten, Unterkünften und Gastronomie.
Mit dem Buch „An der Biegung des Flusses“ von Sandra Blume erhält der Leser einen Reisebericht, welcher mehr eine Einladung an den Fluss ist. Mit viel Herz und Liebe heißt die Autorin die Leser willkommen, sie ein Stück auf Ihrem Weg zu begleiten. Ihre Wanderungen sind verschiedene Tagestouren, auf welchen sie die Werra, den Fluss ihrer Wahl und Heimat, beobachtet und darin im wahrsten Sinne des Wortes eintaucht. Dabei bettet sie den Fluss in verschiedene Etappen und erzählt ganz nebenbei viel Wissenswertes aus dessen Vergangenheit und der Geschichte ihrer Heimat. So erfährt beispielsweise der Leser, warum die Werra der salzigste Fluss Europas ist.
„Nach der Flusslehre des griechischen Naturphilosophen befindet sich alles in einem fließenden ständigen Prozess des Werdens und Wandelns. Der Fluss ist dabei ein Gleichnis. Was für seine Wasser gilt, gilt gleichermaßen für alles andere. So bin auch ich am Abend nicht mehr dieselbe wie am Morgen noch, als ich aufgestanden bin. Wie sehr der Fluss fließt und alles und mich verändert, heißt er aber auch Fluss, weil an seinen Rändern Ufer sind. Also etwas, das stabil ist oder nur einem langsamen Wandel unterliegt. Mein Fließen hat daher feste, sichere Haltepunkte, und dazu zählt auch die tiefe Liebe zur Landschaft meiner Heimat. Zu den Dingen, die sich darin seit meiner Kindheit nicht verändert haben. Die Kirchtürme der Dörfer, die Tauben auf den Dachfirsten der alten Fachwerkhäuser, die Kopfweiden am Weg, die mächtigen Hutebäume auf den Hügeln und mitten darin die Werra.“
Für uns war das Buch eine Einladung, um wieder ein Stück unserer Heimat zu erkunden und eine Wanderung von Creuzburg zu den Ebenauer Köpfen zu unternehmen.
Das Buch „An der Biegung des Flusses“ ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und kann darüber bezogen werden.
Werbung
Deutschland, Reisen

Magdeburg – 2 Tage voller Erlebnisse

Zwei Tage Kurztrip nach Magdeburg – was kann man da erleben? 
Jede Menge, stellten wir fest.  Wir nehmen euch mit auf einen Spaziergang durch Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt und berichten von unseren persönlichen Eindrücken. 
Demnächst hier bei travelliteratureandart.wordpress.com
Deutschland, Reisen, Thüringen

Erfurt – auf dem Petersberg

Seit der Buga 2021 ist der Petersberg um einige Attraktionen reicher geworden. Auch die kulturelle Szene wird langsam belebt. Unterhalb der Defensionskaserne, auf der Bastion Franz genossen wir gestern den Sonnenuntergang bei Musik und mit Blick über die Stadt. Der Kreativgarten veranstaltet im Sommer regelmäßig Musik oder Programm für Kinder. Musik im Freien hatten wir auch zur Fête de la Musique.
Deutschland, Thüringen

Rezension „Urflüstern – Wanderungen zu Kraftplätzen im Hainich und zwischen Eisenach und Jena“

Obwohl man ganzjährig in der Natur unterwegs sein kann, laden die kommenden Monate geradezu ein, draußen unterwegs zu sein. Neue Orte zu entdecken oder auch die Nachbarschaft mit neuen Augen oder allen Sinnen, ist unser Thema. Wir wandern viel, verweilen aber auch gern an einem besonderen Plätzchen und lassen uns mit allen Sinnen darauf ein.
Wer kann sich noch daran erinnern, wie wir als Kinder die Welt entdeckt haben? Uns interessierten kleine Steinchen am Wegesrand, der Käfer, der scheinbar mühselig seinen Weg bestreitet, der Wind, der durch die Blätter fährt und deren Rauschen, dem man so lange nachfühlen kann. Der Geruch von Waldmeister, Bärlauch oder einer Stadt. Dieses Entdecken und im Hier und Jetzt sein, haben wir also alle einmal in uns gehabt. Im Alltag geht das manchmal verloren und wir bewegen uns fort, immer ein Ziel vor Augen. Es wird schön, wenn wir da sind, wenn wir etwas geschafft haben. Und jetzt?
Mit dieser Frage beschäftigen nicht nur wir uns. Auch Andrea Slavik und Nikola Hollmann sind dem achtsamen Reisen bzw. Wandern auf der Spur. Sie beschäftigen sich mit den spirituellen Aspekten einer Reise und erklären den Weg zum Ziel. Ein Ansatz, der uns gut gefällt. Daher haben wir den beiden Autorinnen zahlreicher Wanderbücher ein paar Fragen gestellt, die wir gern mit euch teilen wollen.
Was versteht ihr unter spirituellem Wandern?
Spirituell Wandern heißt für mich: Mit allen fünf Sinnen in die Natur gehen, erweitert mit dem Sinn der Intuition, des 3. Auges. Die Schamanen sagen, alles was mich umgibt, ist beseelt; eine Pflanze, ein Tier, ein Stein. Deshalb gehe ich mit viel Respekt, Ehrfurcht und Dankbarkeit in die Natur.
Welche Empfehlung gebt ihr Menschen, die sich zum ersten Mal auf eine spirituelle Reise begeben möchten?
Es gibt keine „erste“ spirituelle Wanderung oder Reise: Wir alle sind spirituelle Wesen – vom Geist beseelt – und so gehen wir vom ersten Schritt an „spirituell“ in die Natur. Als Kinder können wir das noch am besten, manchmal verlernen wir es im Laufe des Lebens, deshalb meine Empfehlung: Gehe hinaus in die Natur, wie du es als Kind gemacht hast: interessiert, fröhlich, und mit offenem Herzen.
Wie seid ihr auf spirituelles Wandern gekommen? Ist das ein Trend, wie z.B. Waldbaden?
Spirituell wandern ist kein Trend. Und wenn dann ein sehr alter, denn das Pilgern hat viel mit „spirituell wandern“ zu tun. Ich mache mich auf den Weg – nicht um Sport zu betreiben oder die Freizeit zu gestalten – sondern ich mache mich bewusst auf den Weg, um etwas über mich selbst herauszufinden. Mich über den intensiven Austausch mit der Natur besser kennenzulernen. Es ist wie eine Art Selbsttherapie. Wir schreiben diese Bücher, weil wir der Meinung sind, dass die Menschen diese Art von Begleitung durch die Natur gerade in dieser Zeit gut brauchen können. Die Natur ist die größte Heilquelle, die wir besitzen und sie ist kostenlos nutzbar.
Wie seid ihr auf Thüringen und die Touren insbesondere gekommen?
Auf Thüringen sind wir gekommen, weil wir für den Mitteldeutschen Verlag schreiben und die Bücher auch in Mitteldeutschland spielen sollen. Wir hätten natürlich auch eine andere Region wählen können, aber wir wollten dieses Buch unbedingt in Thüringen machen. Wir haben lange überlegt, ob wir den Thüringer Wald oder die Städtekette und den Hainich anbieten sollen.
Schließlich hat uns die Mischung aus Natur und Kultur überzeugt und der Hainich ist uns zugefallen, wie ein großes Geschenk, wir haben uns in diese Region sofort verliebt und schließlich mehr Touren dort gemacht als geplant. Und das zeigt schon, wie wir vorgehen, um die Kraftorte zu finden: Wir recherchieren – natürlich schon von zuhause aus: planen Touren und haben einen Überblick über die Region – aber entscheiden tun wir uns immer erst, wenn wir vor Ort sind. Es ist eine ganz besondere Arbeit, sich auf eine neue Region einzulassen, so als ob man sich einem neuen Menschen, mit all seinen Besonderheiten nähert. Es macht unglaublich viel Spaß:  erspüren wo die richtigen Orte sind, Flurnamen vergleichen, Sagen und Legenden lesen usw. Manchmal sieht man einen Hügel und weiß, da muss ein Kraftort sein und dann recherchiert man und dann ist es wirklich so.
Was verbindet euch mit Thüringen? Wie habt ihr euch die Kraftorte erschlossen?
Was verbindet mich mit Thüringen? Ich muss gestehen, als Tirolerin nicht wirklich viel. Außer, dass ich schon immer kunstbegeistert war und daher Thüringen und seine Städte kenne. Ich finde aber nicht, dass es unbedingt ein Vorteil ist, wenn man aus der Region stammt. Ich denke, die Intuition ist viel größer, wenn man sich einem Ort ganz neu nähert. In Tirol wäre es schwieriger für mich, unbeeinflusst an die Kraftorte heranzugehen und darüber zu schreiben.
Habt ihr Unterschiede zu anderen Bundesländern festgestellt?
Wir haben bis jetzt in Sachsen-Anhalt zwei Urflüstern Bücher geschrieben. Und zwei Kraftorte Bücher mit einem ähnlichen Konzept in Bayern. Was in Thüringen wirklich außergewöhnlich war, ist, wie gesagt, die Überlappung von Natur und Kultur. Das spürt man auch im Kontakt mit den Menschen. Im Harz zum Beispiel, ist es einfach nur die Natur, die sich als Kraftort anbietet, in Bayern ist es ähnlich, da sind vor allem die Berge die großen Akteure. In Thüringen schwebt über allem der Duft der Kultur und das schon aus vielen Jahrhunderten.
Wie habt ihr euch gefunden?
Wir haben uns bei der Ausbildung zu Wanderführerinnen in Bayern kennengelernt. Wir sind dann in Kontakt geblieben und da wir beide aus kreativen Berufen kommen – ich als Filmschaffende und Nikola als Chefredakteurin und Journalistin – haben wir uns in dem Punkt schon mal gefunden und auf der spirituellen Ebene war es dann spannend sich vom schamanisch-energetischen Arbeiten, das mein Bereich ist, zur Theologie zu bewegen, aus der Nikola kommt. Das ist eine Annäherung, die nicht immer konfliktfrei abläuft, aber es bietet deshalb umso mehr Potential für spannende und bewegende Bücher.
Gibt es bei euch eine Rollenverteilung, wenn ihr zusammen unterwegs seid? Macht z.B. Eine die Fotos und die Andere sucht die Routen etc.?
Nein, so eine konkrete Aufteilung gibt es nicht. In unseren Wahrnehmungen sind wir oft unterschiedlich und das ist auch Teil unseres Konzepts, dass sich die Leserinnen und Leser in unseren Geschichten wiederfinden können. In der einen oder eben in der anderen Wahrnehmung oder in ihrer ganz eigenen.
Habt ihr Empfehlungen für Menschen, die entschleunigen wollen?
Meine Empfehlung ist: Sich langsam und genüsslich bewegen. Bewusstes langsames Gehen ist eine eigene Therapieform. In unserer Zeit muss alles immer schnell gehen und viele von uns haben dauerhaften Stress. Das kann man nicht immer ändern. Was man ändern kann, ist, dass man Stress und Druck nicht in die Freizeit mitnimmt. Für viele ist Wandern eine weitere Challenge: Wer ist schneller? Wer hat am meisten gesehen? Wer hat die meisten Höhenmeter oder Kilometer gemacht? usw. Da hilft es, bewusst runterzufahren, auch wenn das nicht leicht ist, aber mit etwas Übung wird man darin immer besser.
Benötigt man eine bestimmte Ausrüstung oder Voraussetzungen, wenn man eure Routen nachwandert?
Je weniger Ausrüstung umso mehr Spaß. Für unsere Touren braucht man nicht viel: leckeres Essen, genug zum Trinken, Schreibzeug, Regenschutz, gute Schuhe und das Wichtigste: die kindliche Freude an der Natur mitnehmen und den Leistungsdruck zuhause lassen.
Könnt ihr uns ein Highlight auf euren Touren verraten? Welches war ein ganz besonderes Erlebnis für euch?
Oje, das ist wirklich schwierig. Wir haben in zwei Jahren 12 Bücher geschrieben und seit zweieinhalb Jahren bereisen wir viele Regionen und haben so viele Touren erwandert, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich sagen, es war die Wanderung zur Grotte der Maria Magdalena im Sainte Baume Massiv, in der Provence. Das war wirklich wundersam. Die Höhle liegt im Felsen eines Nordhangs. Wir waren dort im November und es war schon ziemlich kalt und auch düster in dem Eibenwald, durch den wir hinaufgingen. Und dann, schon nahe an dem kleinen Kloster und der Grotte, kam uns ein Mann entgegen: Er humpelte und hinkte auf uns zu. Leicht gebeugt und als er näherkam, konnten wir sehen, dass er nur ein Auge hatte, das zweite war nur eine Narbe. Er war wie aus einem Mittelalterfilm entstiegen. Er war kaum vorbei, als wir uns anschauten, beide konnten wir es nicht glauben, was da gerade passiert war. Und als wir uns umdrehten, war der Mann nicht mehr zu sehen. Er war weg. Das war wirklich die unglaublichste und gruseligste Geschichte, die wir erlebt haben. Der Mann konnte nicht aus dem 21. Jahrhundert gewesen sein.
Aber kleine Wunder erleben wir im Zuge dieser Arbeit fast immer, weil wir eben mit viel Aufmerksamkeit und einer etwas anderen Einstellung in die Natur gehen. Und das macht sie auch so besonders, diese Art des“ spirituellen Wanderns“. Man nimmt die Wunder wieder wahr, weil man Zeit und Muße hat ihnen zu begegnen. Jede Blüte, die man genau betrachtet, ist ein Wunder für sich …
Ich wünsche unseren Leserinnen und Lesern viele erstaunliche und inspirierende Momente auf unseren Touren und in Gedanken sind wir mit dabei: Deshalb liebe ich diese Bücher so sehr, weil ich das Gefühl habe, dass wir dadurch Menschen in die Natur begleiten können. Dafür bin ich sehr dankbar!
Vielen Dank für das Interview!
Danke ebenfalls für das Interview!

Das Buch „Urflüstern“ ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und kann darüber bezogen werden.
Hinterlasst uns doch gern einen Kommentar, wenn ihr auch gern entschleunigt wandert oder besondere Orte in der Natur habt, die ihr immer wieder aufsucht!
Kunst, Literatur

Frühling

 

Die Schönen dort am Straßenrand

 
Tag um Tag fahr ich hinaus,
nur um sie zu sehen,
wie sie dort am Wegesrand
in einer Reihe stehen.
 
Ob jung, ob alt, ob groß, ob schmal
sie tragen ihr schönstes Kleid,
stehen dort (am Wegesrand)
zu jeder Jahreszeit.
 
Sie haben sich herausgeputzt
mit ganzer Farbenpracht,
die Schönen dort am Straßenrand
bei Tag und auch bei Nacht.

 

So fahre ich tagaus tagein
vorbei an ihnen Allen,
bis im späten Frühjahr dann
ihre Blüten wieder fallen.
©by Ch. Berndt

Literatur, Thüringen

Rezension „Haus mit der Madonna“

Heute möchten wir euch wieder auf ein Buch aufmerksam machen, welches vor Allem für Geschichtsinteressierte lesenswert ist.
Till Sailer erzählt die Geschichte seiner Familie und besonders die seiner Mutter. Dabei umspannt er gekonnt die Epochen Weltkrieg und Gründung zweier deutscher Staaten, indem er die Zeit zwischen diesen Geschehnissen im thüringischen Weimar durch die Familie Sewald erlebbar macht.

Buch von Till Sailer
Till Sailer „Haus mit der Madonna“

Hanna Sewald findet sich nach Kriegsende in der sowjetischen Besatzungszone der Republik als Kriegswitwe wieder. Ihr Mann Albin, ein völkischer Dichter und Erzieher einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt kam in den letzten Kriegstagen ums Leben und nun muss sich die Pädagogin allein um die drei Kinder kümmern. Dabei hat sie einen entscheidenden Vorteil, den viele Frauen, deren Männer im Krieg umkamen, nicht hatten. Ihr Vater arbeitet in der Thüringer Landesregierung und nimmt Hanna und die drei Jungs in sein Haus auf, wo sie eine eigene Wohnung bewohnt. Das „Haus mit der Madonna“ bietet Zuflucht und wird gleichzeitig zu eng für die junge Frau. Denn während andere Familien in der Nachkriegszeit nicht wissen, woher die nächste Mahlzeit kommt, hadert Hanna mit ihrem Schicksal und ihren Ansichten zur Zeit Hitlerdeutschlands. Sie und ihr Mann waren in der Zeit vor 1945 angesehene Pädagogen, die Kinder im Sinne des nationalsozialistischen Gedankenguts erzogen und ihr Mann erlangte Anerkennung als Dichter völkischen Gedankenguts. Hanna weigert sich, die neue politische Ordnung anzuerkennen. Es fällt ihr schwer, ihre Geschichte und den Anteil ihres Mannes und von sich zu reflektieren. Im Zuge der „Entnazifizierung“ bekommt sie als Akademikerin in der sowjetischen Besatzungszone auch keinen Job als Pädagogin. Obwohl ihr Vater ihr immer wieder finanziell und beruflich unter die Arme greift, sieht sich Hanna immer mehr als Opfer der Geschichte und plant ihre Flucht in den Westen.
Zwei Kinder bringt sie gemeinsam mit ihrer Freundin und der Geliebten ihres Mannes über die Grenze, um dann festzustellen, dass sie in der vermeintlich liberaleren westlichen Besatzungszone auch nicht so einfach Fuß fasst.
So kehrt sie nach einigen Wochen wieder mit ihren Kindern in die Heimat und ins „Haus mit der Madonna“ zurück. Dort nimmt sie das Angebot ihres Vaters auf eine Stelle als Sekretärin an.
Als Leser fällt es schwer, Hannas Gedanken und Handlung zu folgen. Verglichen mit vielen anderen Familien steht sie mit ihrem einflussreichen Vater, der ihr immer wieder aus der Patsche hilft sehr gut da. Dennoch sieht sie sich permanent als Opfer und wirkt so teilweise naiv, wenn sie ihren verklärten Gedanken an die Kriegszeit nachhängt.
Doch faszinierend finde ich, die Sichtweise einer Frau, die die Ideen des Nationalsozialismus mitgetragen hat. Till Sailer hätte es sich einfach machen können und eine weitere Geschichte schreiben können, die von einer Frau im Widerstand handelt. Er setzt sich jedoch authentisch mit der Geschichte seiner Eltern auseinander und transportiert so diesen Zwiespalt auch in seiner Geschichte.
Nebenbei liest man noch Spannendes aus dem thüringischen Weimar und erlebt große Zeitgeschehnisse, wie die Rede Thomas Manns in Weimarer Nationaltheater mit.
Das Buch wurde uns freundlicherweise vom Mitteldeutschen Verlag zur Verfügung gestellt.
Thüringen

Insta-Upload bei MDR-Thüringen (@mdr_th) vom Waldbaden im Hainich

Wir freuen uns, dass der Instakanal von mdr Thüringen unser Bild für #sonntagsinthüringen verwendet. Schaut doch mal auf unserem TLA-Account vorbei. 
Der Hainich ist ein Ausflugsziel für Naturliebhaber. Von verschiedenen Wanderparkplätzen gibt es lehrreiche und abwechslungsreiche Wanderwege. Jetzt blühen die Märzenbecher und viele andere Frühlingsblüher. 
Instagram Screenshot
Thüringen

Weimar – Auf dem Weg nach Tiefurt

Weimar bietet neben Kultur und Bauhaus eine Fülle an Natur und Ausflugszielen. Wir wählten den Ilmtalradweg mit Startpunkt am Webicht. Das Viadukt ist für den Bahnverkehr zwischen Weimar und Gera. Unser Ziel in Tiefurt ist der bezaubernde Park, welchen wir bereits ausführlich im Text „Wielands Platz an der Ilm“ beschrieben. Das Bild zeigt die Entstehung der schnellen Zeichnung. Vom ersten Strich bis zum fertigen Bild dauerte es 10 Minuten. 

Ilmtalviadukt Weimar
Literatur, Thüringen

Rezension „Das Haus“

Ein Mensch stirbt und sein Nachlass bleibt liegen. Ganze zwölf Jahre hat Niemand das Haus betreten, in dem Lutz Dölles Großvater bis zu seinem Tod gelebt hat. Nun kehrt der Enkel, der sich als Künstler el.doelle nennt, in das Haus zurück und betritt die Vergangenheit.
Buch mit Titel "Das Haus"Gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin, der Fotografin Barbara Schnabel und der Autorin Tanja Langer macht er sich auf, die Spuren des Gewesenen zu dokumentieren und ihnen nachzuspüren.

„Du suchst Geheimnisse in den einfachsten Dingen.“ schrieb Friedrich Schlegel an seinen Freund Novalis und mit diesem Zitat beschreibt sich das Buch gleich sehr treffend selbst. Es sind die alltäglichen Dinge aus dem Leben seines Großvaters, die eine Geschichte erzählen, die zwei Weltkriege, das Leben in der DDR und die Nachwendezeit umspannen.

Stück für Stück erkunden die Drei den Nachlass des alten Mannes und zeichnen so ein Bild von Zeit und Leben. Die Bilder von Hausschuhen, Schubkästen oder alten Zigarettenschachteln lassen eintauchen in die Erinnerungen eines anderen Menschen und gleichzeitig fühlt es sich an, als würde man auf dem Sofa der Oma sitzen und bei einer Tasse Tee, alte Fotoalben durchblättern. Die Geschichten ähneln einander so wie die Alltagsgegenstände aus der DDR.

Der Text vermittelt jedoch eine bewusste Distanz. Die Personen werden aus einer Außenperspektive beschrieben – der Junge, die Fotografin, der Opa. Nur die beiden Ehefrauen des Opas haben einen Namen – Magda. So entsteht der Eindruck, man stünde in einer Ausstellung. Vor dem Leser die Ausstellungsstücke und im Text die Erklärungen.
Was sperrig klingt, geht aber irgendwie auf. Dafür sorgen auch Sätze wie „Stehen gebliebene Zeit, zwanzig Jahre Nachwende darübergelegt wie die dicken Schichten Staub auf dem Dachboden, die wie Schwarz-Weiß wirken, obwohl ein Farbfilm benutzt worden ist.“ Sie haben etwas sehr Bildhaftes und versetzen den Leser in die eigene Kindheit zurück. Unweigerlich tauchen die Bilder und Gerüche aus einer Zeit auf, in der wir mit allen Sinnen Erfahrungen gesammelt haben und die Zeit unendlich schien.
Das Buch wurde uns freundlicherweise vom Mitteldeutschen Verlag zur Verfügung gestellt.Bilder von einem alten Haus
Allgemein

Neues Layout

Wir haben uns mit dem neuen Jahr auch für ein neues Layout entschieden. Wie immer steckt auch hier der Teufel im Detail und es hat ein Weilchen gedauert, bis wir halbwegs zufrieden waren. Alles, was das Erstellen von Webseiten betrifft, ist noch immer ziemlich neu für uns.
Nun stehen wieder die drei Themen im Vordergrund, um die es im Blog geht.

Travel

Literature

Art

Wir sind schon ganz gespannt, wie ihr es findet. Ist es übersichtlich? Kommt man als Besucher gut damit zurecht? Wir freuen uns auf eure Kommentare! 😊

Thüringen

Revue passieren lassen

Der Jahreswechsel steht kurz bevor. Es ist Zeit, das Jahr 2021 Revue passieren zu lassen. Sicher ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Unser Blog ist in dem Jahr gewachsen. Anhand der Statitistik bei wordpress ist zu erkennen, dass sich die Besucherzahlen verdoppelt haben. Und wir freuen uns weiterhin über jeden Kommentar und ein Like. Immerhin steht der Blog nicht an erster Stelle neben Beruf, Familie und Freunden. Spaß am Teilen unserer Bilder und Texte haben wir auf jeden Fall. Die meisten Besucher klickten sich übrigens in 2021 auf den Gott der Parkanlage. Ein Bericht über einen Buga-Außenstandort in Ebeleben.
Thüringen

Aussicht vom Balkon über Meiningen

Meiningen ist eine sehenswerte Stadt. Darüber haben wir in unserem letzten Textbeitrag berichtet. Wir sehen unsere Ausflugsziele wie jeder Besucher mit unseren eigenen Augen und sammeln dabei unsere Eindrücke. Für das Zeichnen sind das Sehen und die Impressionen wesentlich. Das Gesehene wird mit eigenen stilistischen Mitteln festgehalten werden. Dabei bietet Zeichnen die Möglichkeit, weit tiefer in den Moment, den Anblick einzusteigen und auch Details Aufmerksamkeit zu schenken. In Meiningen ist die Aussicht vom Balkon über Meiningen und auch das Diezhäuschen selbst sehenswert.
Dietzhäuschen in Meiningen
International, Literatur

Herbstzeit ist Lesezeit

Im eigenen Buch zu lesen und gedanklich zu verreisen, ist bei trübem Wetter ein kleines Highlight. Bei dem kalten und nebeligen Herbstwetter draußen mache ich es mir gemütlich und lese.

Kopfüber Down Under
Kopfüber Down Under

Der Reisebericht entführt unsere Leser ans andere Ende der Welt und unterhält mit Wissenswertem, Witz und persönlichen Erfahrungen über ein wunderschönes Sehnsuchtsland.

Thüringen

Der Pfad der Begegnung

Herbst bedeutet buntes Laub, kühle Morgenluft und der Geruch von Pilzen. Ein Waldspaziergang ist die beste Gelegenheit, den Herbst mit allen Sinnen zu genießen. Wir wanderten angenehme 3.2 km auf dem „Pfad der Begegnung“  im Nationalpark Hainich. Dieser ist ein Teilgebiet des UNESCO-Weltnaturerbes Buchenwälder. Die  Wanderparkplätze im Nationalpark sind gut ausgeschildert und vor Ort erklären Wanderkarten, welche Wege Besucher entdecken können. Die Wege sind super ausgeschildert und unterwegs erfährt der Wanderer viel Wissenswertes. Für uns gab es am Ende ein Mittagessen bei Brotzeit Fuchsfarm. Ein wunderbar „uriges Lokal“.
Waldbilder aus dem Hainich
Herbst im Wald
Thüringen

Auf der Suche …

Der Spätsommer lädt zu Aktivitäten in der Natur ein. Besondere Highlights sind Gärten und Parks. Wir besuchten den Wörlitzer Landschaftsgarten. Dieser gehört zum UNESCO-Welterbe und bietet englische Landschaftarchitektur. Uns beeindrucken die gut durchdachten Sichtachsen und die zahlreichen Brücken. Gut entspannen lässt es sich bei einer Gondelfahrt. Wir genießen es, die Seele baumeln zu lassen und den Park per Boot zu erkunden. Mit 10 Euro pro erwachsener Person ist man eine Dreiviertelstunde dabei.
Auf der Suche nach Sonne durchqueren wir den Park anschließend zu Fuß. Bereits gesehene Ecken erkunden wir so nochmal ausgiebig.  Im Wörlitzer kann man gut den ganzen Tag verbringen. Er kostet übrigens keinen Eintritt und ist somit für Jeden offen. 
Sichtachse zum Schloss
Deutschland

Inspiration

Inspiration

Die Kunst liegt in der Familie. Die Malerei dient mir dabei oft als Inspiration für eigene Bilder. Das Gemälde von der Quedlinburg, welches mein Vater malte, ist bereits mehr als 20 Jahre alt und hängt seit langer Zeit in meinem Büro. Als Kinder waren wir in der Stadt in Sachsen-Anhalt zu Besuch bei Verwandten und seitdem habe ich mir immer wieder vorgenommen, in die Stadt zu reisen.
In der vergangenen Woche besuchten wir an einem herrlichen Sonnentag Quedlinburg und waren von der reizvollen Kulisse und Umgebung begeistert. Wir wollen wieder kommen und das Schloss ohne Gerüst sehen.

 

Quedlinburg
Thüringen

Blogparade “ Thüringen wieder entdecken“

Die Blogparade ist ein gemeinsames Projekt des Thüringer Netzwerkes „Thüringen bloggt“ mit der Thüringer Tourismus GmbH. Wir haben im letzten Jahr mit Bleistift und Papier ausgestattet bei Wind und Wetter Thüringen bereist und zum Teil neu entdeckt. Es gibt prachtvolle Schlösser, unzählige Wanderwege und den ein oder anderen Geheimtipp. Davon haben wir zwei bei der Blogparade verraten:
Gott der Parkanlage
Picknick an der Ilm
Thüringen entdecken

Thüringen

Neues Ausflugsziel

Unseren Urlaub haben wir in Thüringen verbracht und stellen euch heute eines der Ausflugsziele vor, die wir besucht haben. 
Thüringen ist vielfältig und spannend. Das wurde uns auch im Schlosspark Altenstein wieder bewusst. Wie wir den Park erlebt haben, lest ihr hier.  Der Schlosspark ist übrigens ein weiterer attraktiver Außenstandort der Buga 2021.

 

Teehäuschen in Altensteinchinesisches Teehäuschen Bleistift
Chinesisches Häuschen im Schlosspark Altenstein
Thüringen

Insta-Upload bei MDR-Thüringen (@mdr_th) vom Balkon Thüringens

Das eigene Bild im Repost zu finden, ist klasse. In der 2. Woche in Folge ist das eine schöne Überraschung und wir freuen uns, dass der Instakanal von mdr Thüringen unser Bild für #sonntagsinthüringen verwendet. Schaut doch mal auf unserem TLA-Account vorbei. Dort gibt es wie gewohnt auch einen Text und eine Zeichnung dazu.
Die Dornburger Schlösser sind ein ein tolles Ausflugsziel und die Aussichten einprägsam. Überall lauert ein fantastisches Fotomotiv. Wir empfehlen einen Besuch in der Woche oder sehr früh, da diese tollen Schlösser schon lange kein Geheimtipp mehr sind.
Literatur

abc.etüde – Praline, herzhaft, wandern

travelliteratureandart – ein literarischer Beitrag für die abc. etüden.
…Ich konnte sie einfach nicht vergessen. Ich wusste, dass es falsch war, aber diesen Gedanken ignorierte ich. Ich packte kurzerhand meine Sachen und fuhr nach Berlin. Sie hatte erzählt, wo sie übernachten würde. Also packte ich alles für ein romantisches Picknick zusammen – Sekt, Pralinen, Erdbeeren und Rosen. Mir war klar, dass meine Absichten nun eindeutig zu erkennen waren; das Risiko ging ich ein.
Zu meiner Überraschung kam sie fast widerstandslos mit. Ich hatte mir einen Platz ausgesucht, an dem wir allein sein und eine überwältigende Aussicht auf die Stadt haben würden. Völlig kopflos hatte ich nicht bedacht, dass wir dorthin ein Weilchen wandern müssten. Im Dunkeln. Während ich noch hektisch überlegte, ob mir ein besserer Ort einfiel, zog sie ihre Jacke fest um sich und lief los. Wortlos gingen wir hintereinander weg über Stock und Stein, bis wir endlich auf der Plattform ankamen und die Stadt ihr leuchtendes Abbild freigab.
Während sie nach unten sah, breitete ich die Decke aus, stellte Kerzen auf und öffnete den Sekt. Plötzlich war ich nervös. Schweigend tranken wir und sahen nach unten. Sie mochte keine Pralinen, sondern lieber herzhaftes Essen. Ein Steak wäre es jetzt gewesen. Das waren einige der wenigen Worte, die wir wechselten.
Nach einer Stunde liefen wir ebenso stumm wieder nach unten. Ein Desaster. Meine Hände zitterten, als wir ins Auto einstiegen und ich die Gänge einlegte. Sie sah aus dem Fenster, biss sich auf die Lippe und legte dann ihre Hand auf meine. Mir stockte der Atem, mein Puls regulierte sich und meine Muskeln entkrampften sich. Sie spürte es auch. …
Thüringen

Insta-Upload bei MDR-Thüringen (@mdr_th)

#sonntagsinthüringen Danke an mdr-Thüringen für den Repost auf Instagram. Die Sonne der vergangenen Woche haben wir genutzt und Bendeleben besucht. Wir stellen fest, dass nicht alle Außenstandorte der Buga2021 ein Geheimtipp sind. Jedoch im Vergleich zu Erfurt oder den Dornburger Schlössern ist die Besucheranzahl überschaubar und das Barockdorf und der Park wunderbar idyllisch. Für uns ist der Park eine klare Empfehlung bei heißen Temperaturen, da Schatten und Wasser angenehm wirken.

Foto Instagram

Literatur

abc.etüde – Picknickdecke, verwegen, recherchieren

travelliteratureandart – ein literarischer Beitrag für die abc. etüden.
…Ich weiß noch genau, wie es war. Damals lief alles so gut zwischen uns. Die reinste Harmonie. Ich hatte gerade diese Phase, in der ich mich als ernst zu nehmende Autorin ausprobierte. Ich wollte für einen Text über lokale Start-Ups recherchieren und war dafür extra nach Berlin gefahren. Auf eigene Kosten natürlich. Ich hatte zwar einen Auftrag, aber Geld sollte es dafür nicht geben. Ich dachte, das müsste so sein.
Ich wollte eine Woche bleiben und schlief bei einer Freundin in der WG. Am zweiten Abend stand er plötzlich in der Eingangstür und grinste mich verwegen an. Ich war völlig sprachlos. Er meinte, er hätte beruflich hier zu tun und da wäre ihm die Idee gekommen, etwas mit mir zu unternehmen. Er hielt mir einen Korb mit Sekt, Gläsern und Häppchen unter die Nase. Die Picknickdecke hatte er fest zusammengerollt unter dem Arm. Meine Freundin kam kurz dazu und schmiss mich dann förmlich aus der Wohnung. „Geh mit!“ zischte sie mir zu und dann zwinkerte sie mir zu. Ehe ich etwas entgegnen konnte, stand ich draußen und die Tür schloss sich hinter mir. …
Thüringen

Buga 2021 – Erfurt

Wir haben uns heute entschlossen, den Laptop im Homeoffice etwas früher zu schließen und sind spontan los, um in Erfurt die Sonne zu genießen. In den vergangenen Wochen beschränkte sich der Bewegungsradius auf die Umgebung der Stadt, die Außenstandorte der Buga oder einfach nur den Weg zur Arbeit. Die Aussicht von der Plattform auf dem Petersberg ist wunderschön und heute war die Luft so klar, dass wir bis Buchenwald schauen konnten.
Erfurt mit Blick auf Domplatz
Thüringen

Unterwegs im Eichsfeld

Das Reisen und Erkunden fokussiert sich aktuell auf unsere Heimat. Unterwegs in Wald und Flur treffen wir viele Wanderer und Naturliebhaber. Dabei entdecken wir Thüringen von neuen und wunderschönen Seiten. Selbst im stadtnahen Erfurter Steigerwald konnten wir ein Reh beobachten. An einem anderen sonnigen Tag wanderten wir im Eichsfeld im Ohmgebirge und entdeckten in der Nähe der Bodequelle ein altes Forsthaus im Fachwerkstil. Ein hübsches Wanderziel, wie wir finden.
Weitere Ausflugziele in Thüringen hier:
Literatur

abc.etüde – Korsett, rechtsdrehend, dampfen

travelliteratureandart – ein literarischer Beitrag für die abc. etüden.
… Das Essen war gut. Mit Grillfleisch bekomme ich sie immer und das weiß sie auch. Während wir anfangs noch schweigend aßen, entspann sich bald eine hitzige Diskussion zwischen ihr und ihrer Mutter. Ich schalte auf Durchzug und beobachte die Folienkartoffeln, die wie ein Stillleben vor sich hin dampfen. Ich nehme mir noch eine und schmiere ordentlich Butter drauf.
Sie wirft mir einen skeptischen Blick zu und hebt die Augenbraue. Ja, ich habe zugenommen und das wirft sie mir nun ständig vor. Ich beobachte die beiden, wie sie an ihrem Wein nippen und über rechtsdrehende Milchsäurebakterien philosophieren, während sie die wichtigen Themen gekonnt umschiffen.
Manchmal fühle ich mich fremd in dieser Familie, wie in ein Korsett gezwängt mit all den ungeschriebenen Regeln und der aufgesetzten Etikette. …
Deutschland

Der Wald blüht

Das Frühjahr zeigt sich in diesem Jahr ausgedehnt und viefältig. Im Gegensatz zum schon zur Gewohnheit gewordenen schnellen Umbruch von kaltem Winter auf Sommer gibt es dieses Jahr einen Bilderbuch-Frühling. Tulpen und Narzissen, welche nicht nach 3 Tagen Blüte von der Wärme erdrückt werden. Auf unserem Waldspaziergang entdeckten wir einen endlosen Farbteppich aus Veilchen, Busch-Windröschen und Scharbockskraut.
Frühlingsboten
Frühling
Thüringen

Buga 2021 – Erfurt

Noch 5 Tage bis zur Buga. Erfurt ist eine tolle Stadt. Die Altstadt ist gemütlich, die Anbindung zentral und die Möglichkeiten vielfältig. Die grünen Parkanlagen und Neugestaltungen sind eine Bereicherung. Aus unserer Sicht könnte es noch mehr geben, denn wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, sind die Parks mehr als voll. Mit Blick nach vorn auf wame Tage freuen wir uns auf die Buga und die bunten Blüten überall. Ein wenig Hoffnung bleibt auch, dass die gemeinsame Freude über die Buga auch die Menschen in Erfurt verbindet.
Erfurt verbindet
Erfurt verbindet
Thüringen

Buga 2021 – Residenzstadt Gotha

Noch 11 Tage bis zum Start der Buga 2021. Neben Erfurt stehen auch die Außenstandorte in den Startlöchern. Der Frühling kommt in diesem Jahr in kleinen Schritten und somit können wir jede Blume und weiteren warmen Tag länger genießen. Gotha kannten wir bisher nur von kurzen Besuchen vom Bahnhof zum Zielort. Dabei hat die Stadt viel zu bieten. Eine hübsche Innenstadt, natürlich das beeindruckende Schloss Friedenstein und ausreichend grüne Parkflächen zum Verweilen.
Unsere weiteren Berichte zu den Aussenstandorten der Buga in Ebeleben und Tiefurt.

Weiterlesen „Buga 2021 – Residenzstadt Gotha“

Literatur

abc.etüde – Sonnenhut, haltlos, massieren

travelliteratureandart – ein literarischer Beitrag für die abc. etüden zu Ostern.
… Diese Vorwürfe sind haltlos. Wie kann er nur so sein?
Liebevoll massiert er die Gewürze in sein Grillfleisch ein, während ich daneben stehe und vor Wut sprachlos bin. Niemals bin ich so gemein zu ihm gewesen.
Während er mir den Rücken zudreht und wie ein Möchtegern-Profi-Angriller sein riesiges Stück Fleisch auf den Rost wirft, spüre ich seine Genugtuung nach dem Gesagten. Ich beschließe, ihn mit Verachtung zu strafen.
Demonstrativ nehme ich mir mein Glas Wein vom Tisch, schnappe mir meinen Sonnenhut und lege mich auf die Liege am Zaun. Durch die Sonnenbrille beobachte ich ihn. Immerhin kann er meine Augen nicht sehen.
Ich warte auf seine Entschuldigung, während der Duft des gebratenen Fleisches in meine Nase dringt. …
Thüringen

Buga 2021 – Schlosspark Großkochberg

Noch 25 Tage bis zum Start der Buga 2021. Neben Erfurt stehen auch die Außenstandorte in den Startlöchern. Wir schauten uns diesmal das Wasserschloss in Großkochberg an und wanderten anschließend zum Luisenturm. In der Frühlingsluft lag ein Hauch von Waldmeister und wir hatten beide Sehenswürdigkeiten fast für uns allein, was wohl auch an dem kühlen Wetter lag. 

Weiterlesen „Buga 2021 – Schlosspark Großkochberg“

Allgemein

Persönlicher Ausblick

Der Blick in die Vergangenheit scheint aktuell leichter als nach vorn. Schauen wir auf die letzten Wochen und Monate, sehen wir gleichzeitig ein perspektivloses Morgen. Wir sehnen uns danach, wieder Menschen zu begegnen und den Sommer zu genießen. Die Natur schenkt uns Hoffnung und Ablenkung von den täglichen Nachrichten. Wenn der Alltag uns zu schwer wird, erinnern wir uns an die Unternehmungen mit Stift und Block und versuchen, den kleinen Augenblick zu genießen.
Zimmer Abgrund
Allgemein

Persönlicher Rückblick

Vor 12 Monaten erfüllten wir uns den Traum vom eigenen Buch. Wir veröffentlichten den Reisebericht zu unserer ersten Neuseelandreise.

Vor 6 Monaten begannen wir hier mit unserem Blog zum Thema Reisen, Literatur und Kunst.
Auch bereits vor 2020 reisten wir mit Bleistift und Schreibblock. Neu ist die Teilhabe unserer Leser an unserer Leidenschaft. Wir freuen uns über mehr und mehr Besucher und Leser.
Thüringen

Buga 2021 – Schlosspark Molsdorf

Noch 53 Tage bis zum Start der Buga 2021 in Erfurt. Wir bereisten bereits im vergangenen Jahr den Barocken Schlossgarten in Ebeleben. Bis zum Start der Bundesgartenschau wollen wir nahezu alle Außenstandorte der Buga 2021 gesehen haben. Ein weiteres Ziel ist der Schlosspark in Molsdorf. Noch sind die Figuren verpackt und die Vorbereitungen laufen. Erste Frühlingsboten konnten wir jedoch schon entdecken.
Thüringen

Winter in der Stadt

Es ist schon eine Weile her, dass der Winter in der Stadt zum Rodeln einlud. Dieser Winter verwöhnt uns mit Schnee, Kälte und Sonne. In Erfurt sind Skispuren im Schnee, Kinder auf Schlitten und Eiszapfen als Dekoration an den Häusern zu sehen. Dieses Jahr soll in den Parks der Stadt Erfurt die Buga 2021 erblühen. Noch versteckt unter weißer Pracht. Hier unserer künstlerischer Beitrag zum Schnee im Nordpark.